Krieg am Golf — USA und Iran tauschen Raketen und Drohnen aus
Der Krieg in der Golfregion eskaliert: Trotz Waffenruhe greifen USA und Iran einander mit Raketen und Drohnen an.

Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain. Ziel waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf, berichtet der «ORF».
Das US-Militär wehrte die iranischen Angriffe nach eigenen Angaben erfolgreich ab und führte sogenannte «Selbstverteidigungsschläge» auf Qeschm durch. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien laut dem «Tagesspiegel» abgefangen worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.
Kurz danach wehrte das US-Militär laut eigenen Angaben auch eine weitere Drohnenwelle gegen US-Einrichtungen in Kuwait ab. Auch drei auf zivile Schiffe abgefeuerte Drohnen seien abgeschossen worden, erklärte laut «swissinfo.ch» Centcom.
Krieg flammt neu auf: Öltanker als Auslöser
Auslöser des Schlagabtausches schien ein US-Einsatz vom Dienstag zu sein: Das US-Militär hatte vor der Insel Kharg einen unbeladenen Öltanker angegriffen, der trotz Blockade einen iranischen Hafen anlaufen wollte. Das Schiff wurde mit einer Rakete ausser Gefecht gesetzt.
Ein iranischer Militärsprecher bestätigte auf X Vergeltungsschläge durch die Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Er warnte laut «Tagesspiegel», jede Bedrohung der Strasse von Hormus werde das US-Militär «teuer zu stehen kommen».
Die Revolutionsgarden behaupteten zudem, das Hauptquartier der US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt getroffen zu haben — was Centcom als falsch zurückwies. Alle iranischen Angriffe auf US-Streitkräfte seien gescheitert, erklärte das Kommando laut «swissinfo.ch».
Flughafen Kuwait getroffen
Am Flughafen von Kuwaits Hauptstadt wurden mehrere Menschen verletzt, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte.
Die Behörde für zivile Luftfahrt setzte alle geplanten Flüge aus oder leitete sie um, berichtet «swissinfo.ch».
Die Strasse von Hormus, wichtige Exportroute für Öl, Flüssiggas und Dünger, steht seit Beginn vom Krieg unter iranischer Kontrolle. Washington verhängte seinerseits eine Seeblockade, um den Iran am Ölexport zu hindern.
Verhandlungen stocken
US-Präsident Trump bekräftigte am Dienstag, dass die Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein Ende vom Krieg andauern würden.

Berichte über ein Gesprächsende nannte er laut «swissinfo.ch» auf seiner Plattform Truth Social «falsch und irreführend».
Die iranische Revolutionsgarden-nahe Nachrichtenagentur Fars hatte zuvor gemeldet, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr statt. Mit jeder neuen Attacke wächst die Furcht vor einer erneuten Eskalation des Krieges.
















