Trump soll Netanyahu in Telefonat wüst beschimpft haben

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

US-Präsident Donald Trump soll Israels Premier Benjamin Netanyahu in einem Telefonat wüst beschimpft haben – das Gespräch eskalierte offenbar heftig.

netanyahu trump
Trump soll im Telefonat mit Netanyahu die Fassung verloren haben. - keystone

Ein Telefonat zwischen Trump und Netanyahu ist am Montagabend offenbar aus dem Ruder gelaufen.

Wie der «Tagesspiegel» berichtet, bezeichnete Trump den israelischen Premier dabei als «verrückt» und warf ihm Undankbarkeit vor.

Ist Trump ein Instrument israelischer Politik?

Laut dem «Tagesspiegel» stützt sich die US-Nachrichtenseite «Axios» auf Aussagen zweier US-Regierungsbeamter sowie einer weiteren mit dem Gespräch vertrauten Person. Trump soll Netanyahu dabei angeschrien haben: «Ohne mich wärst du im Knast.»

Streit um Israels Kurs im Libanon

Auslöser des Wutausbruchs war Trumps Überzeugung, dass Israels militärisches Vorgehen seine Friedensbemühungen mit dem Iran torpediert.

Wie «news.de» berichtet, soll Trump überzeugt gewesen sein, dass Israels Aktionen seine Friedensbemühungen mit dem Iran gefährden.

Israel hat seine Militäroperationen gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon zuletzt deutlich ausgeweitet. Netanyahu hatte zuvor angekündigt, südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zu bombardieren.

Iran droht mit Verhandlungsabbruch

Laut dem «Tagesspiegel» drohte Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf wegen Israels Vorgehen mit einem Abbruch der Verhandlungen. Zudem kündigte er eine direkte Konfrontation mit Israel an.

Trump hingegen gab sich nach aussen diplomatisch.

Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er laut «T-Online», das Telefonat mit Netanyahu sei «sehr produktiv» gewesen. Es herrsche eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah.

Netanyahu rückt nach Telefonat mit Trump teilweise zurück

Netanyahu seinerseits veröffentlichte eine Erklärung, in der von einer neuen Waffenruhe keine Rede war.

netanyahu trump
Trump soll Netanyahu in Telefonat heftig attackiert haben: «Ohne mich wärst du im Knast.» - keystone

Wie der «Tagesspiegel» berichtet, schien er aber vorerst von einem Grossangriff auf Beirut abzurücken. Sofern die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte einstelle.

Am Morgen des 2. Juni wurde Israel erneut vom Libanon aus beschossen, berichtete «news.de». Die israelischen Streitkräfte fingen demnach zwei Geschosse ab, die auf den Norden des Landes gerichtet waren.

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Kommentare

User #1887 (nicht angemeldet)

Wie immer, wer sich mit denen einlässt zieht einen Schuh voll raus, hätte ja genug aus seiner eigenen Vergangenheit lernen können.

User #5963 (nicht angemeldet)

Wer ist der Chef? - Vielleicht ist der Chef nicht orange 😉

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