Gutachten stuft italienische Gesundheitssteuer als Verstoss ein

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Bellinzona,

Die Gesundheitsabgabe für italienische Grenzgänger verstösst gegen die Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Italien: Dies zeigt ein Gutachten, das die Tessiner Regierung in Auftrag gegeben hat. Das Eidgenössische Finanzdepartement kommt zu einem anderen Schluss.

Eine «Gesundheitssteuer» für Grenzgänger soll die temporäre Abwanderung in die Schweiz eindämmen. (Archivbild)
Eine «Gesundheitssteuer» für Grenzgänger soll die temporäre Abwanderung in die Schweiz eindämmen. (Archivbild) - KEYSTONE/TI-PRESS/FRANCESCA AGOSTA

Interne Abklärungen des Eidgenössisches Finanzdepartements und eine externe Begutachtung in dessen Auftrag hätten ergeben, dass die Einführung einer zweckgebundenen italienischen Gesundheitsabgabe konform wäre mit dem bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Schweiz-Italien. Dies teilte der Mediensprecher des Staatssekretariat für internationale Finanzfragen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Hintergrund des Gutachtens ist ein neuer Artikel im italienischen Haushaltsgesetz. Dieser sieht vor, dass Grenzgänger zwischen 3 und 6 Prozent ihres Nettolohns an das italienische Gesundheitssystem entrichten müssen. Damit sollen Boni für das Gesundheitspersonal finanziert sowie die Abwanderung aus dem Piemont und der Lombardei in die Schweiz begrenzt werden.

Kommentare

User #2672 (nicht angemeldet)

Wenn das Heimatland schlechte Arbeitsbedigungen bietet, und Bürger im Ausland Arbeit suchen, muss man sie bestrafen. Das Resultat wird sein dass die dann mal ganz auwandern. Eine Verbesserung der eigenen Bedinungen wäre natürlich auch eine Lösung, nur kann das kein EU Land.

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