Kein terroristischer Hintergrund bei Messerattacke von Bellinzona

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Bellinzona,

Im Zusammenhang mit der Messerattacke einer Frau in Bellinzona von vergangenem Januar haben sich keine terroristischen Elemente ergeben. Die schweizerisch-türkische Doppelbürgerin befindet sich zurzeit in ambulanter psychiatrischer Behandlung.

Bei der Messerattacke von Bellinzona von vergangenem Januar handelt es sich laut der Bundesanwaltschaft nicht um eine Tat mit terroristischem Hintergrund. (Symbolbild)
Bei der Messerattacke von Bellinzona von vergangenem Januar handelt es sich laut der Bundesanwaltschaft nicht um eine Tat mit terroristischem Hintergrund. (Symbolbild) - KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY

Dies teilte die Bundesanwaltschaft (BA) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen von CH Media, dass es sich somit nicht um eine Tat mit terroristischem oder dschihadistischem Hintergrund handle

Die Therapie der 37-jährigen Frau werde in einer therapeutisch-rehabilitativen Wohnstruktur durchgeführt, erklärte eine Mediensprecherin der BA weiter. Da das Strafverfahren noch hängig ist, seien zurzeit keine weitergehenden Informationen möglich.

Die Frau hatte Ende Januar in Bellinzona ein Mobiltelefon-Geschäft betreten und die Angestellten mit einem Messer bedroht. Laut mehreren Tessiner Medienberichten soll die Frau mehrfach „Allah Akbar“ («Gott ist gross») gerufen haben.

Gemäss ärztlichem Befund war die Frau weder vernehmungs- noch hafterstehungsfähig, wie die BA im Januar erklärte hatte. Die Frau war zwangsweise in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden.

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Kommentare

Diego de la Vega

Man muss aufpassen, dass die Justiz nicht ausgehebelt wird. Wenn bei religiösen oder politischen Gewalttaten am Ende fast alles über psychische Krankheit erklärt wird, entsteht eine gefährliche Lücke. Was passiert, wenn morgen ein Rechtsextremer Parolen ruft, seine Idole verherrlicht und danach ebenfalls sagt, er sei psychisch krank? Echte Erkrankungen müssen behandelt werden, ja. Aber Ideologie, Tatabsicht und Gefährlichkeit dürfen nicht hinter Diagnosen verschwinden. Diese Lücke muss geschlossen werden.

User #8072 (nicht angemeldet)

Jede Tat ist heute psychisch bedingt! Die Täter laufen frei herum und die Gegängnisse können trotzdem nicht geschlossen werden, weil wo sollten die 75% der Insassen dann wohnen?

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