«Keine 10-Mio.-Schweiz»: Das sagt der Zuger SVP-Kantonsrat Bruhin

Gregor Bruhin
Gregor Bruhin

Region Zug,

Gregor Bruhin (SVP) spricht sich für ein Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative aus. Wir wachsen «in die Breite», nicht «in die Tiefe», sagt er im Gastbeitrag.

Gregor R. Bruhin
Gregor Bruhin ist Zuger SVP-Kantonsrat. - zVg

Wer ehrlich auf die Zahlen schaut, kommt um ein Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative am 14. Juni nicht herum. Ende 2025 leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Schweiz.

Seit Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 sind 1,7 Millionen Einwohner dazugekommen, hauptsächlich durch Zuwanderung.

2023 erreichte der Wanderungssaldo mit 148'000 Personen einen historischen Höchststand. Auch ohne diese Sondersituation liegen die jährlichen Nettozuwanderungen stabil hoch bei 70'000 bis 80'000 Personen.

Zuwanderungsinitiative Zuwanderungsinitiative
Die SVP-Zuwanderungsinitiative ist heiss umstritten. (Symbolbild) - keystone

Die Folgen sind messbar, nicht erfunden. Die Leerwohnungsziffer ist 2025 schweizweit auf 1,00 Prozent gefallen, in Zug auf 0,42, in Zürich auf 0,48 Prozent. Der Bund spricht bei unter 1 Prozent von «akuter Wohnungsnot».

Die Angebotsmieten dürften jährlich um 3 bis 5 Prozent steigen. Eine Studie der Universität Freiburg zeigt: Jedes Prozent Zuwanderung treibt die Neumieten um 7 Prozent in die Höhe.

Macht die 10-Millionen-Initiative die Schweiz für Asylsuchende unattraktiver?

Und der oft gepriesene Wohlstand? Das BIP pro Kopf ist zurückgegangen, und zwar in einer konjunkturell guten Phase. Wir wachsen «in die Breite», nicht «in die Tiefe». Pro Kopf wird die Schweiz nicht reicher, sondern dichter, voller, teurer.

Die Initiative verlangt keine Abschottung. Sie verlangt eine Obergrenze: 10 Millionen Einwohner vor 2050.

Das ist Mass und Mitte angesichts dessen, dass das Bundesamt für Statistik im aktuellen Referenzszenario die 10-Millionen-Marke bereits 2040 erwartet und bis 2055 sogar 11 Millionen prognostiziert.

Wer die Schweiz erhalten will, bezahlbares Wohnen, intakte Landschaft, funktionierende Infrastruktur, sagt am 14. Juni Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative.

Zum Autor

Gregor Bruhin (*1993) ist Unternehmer und SVP-Kantonsrat des Kantons Zug. Als Milizoffizier im Range eines Majors präsidiert er die Offiziersgesellschaft des Kantons Zug und als begeisterter Reitsportler amtiert er als OK-Präsident der Zuger Springkonkurrenz.

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Kommentare

User #3542 (nicht angemeldet)

Diese Partei weiss gar nicht mehr, was sie alles noch fantasieren und erdichten will, um diese Unwahrheiten zu verbreiten. Die SVP sucht immer neue Wege um die Schweiz wirtschaftlich zu schädigen

Glögglifrosch

Hier geht es nicht um rechts oder links; es geht um unsere Heimat. Wollen wir alles verbaut, hohe Gebäude, verstopfte Strassen, Busse usw.? Ein Kontingent oder auch ein Deckel löst nicht alle Probleme aber zumindest bremst es die Zuwanderung. Wenn die Begrenzungsinitiative umgesetzt worden wäre, bräuchte es diesen Schritt nicht Ein Ja ist einstehen für die Schweiz!

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