Erste Enzyklika: Papst fordert Richtlinien für Umgang mit KI

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Italien,

Papst Leo XIV. hat nach einem Jahr im Amt seine erste eigene Enzyklika veröffentlicht. Eine mehr als 100 Seiten lange Abhandlung zum Thema KI.

Papst
Papst Leo XIV. winkt den Gläubigen am Ende der Pfingstmesse im Petersdom im Vatikan zu. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst Leo XIV. hat seine erste Enzyklika veröffentlicht.
  • Darin warnt das Oberhaupt vor Gefahren, die KI für das menschliche Zusammenleben bedeute.
  • Mehrfach betont der Papst, dass KI auf menschliche Werte und Moral ausgerichtet sein muss.

Das päpstliche Lehrschreiben trägt den Titel «Magnifica Humanitas» (Grossartige Menschheit).

Darin warnt das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken vor zahlreichen Gefahren, die KI für das menschliche Zusammenleben bedeute. Deshalb fordert er strenge Richtlinien für den Umgang damit. Er sieht aber auch Chancen.

Die erste Enzyklika in der Amtszeit eines neuen Papstes gilt vielfach als eine Art Regierungserklärung für dessen Pontifikat. Solche «Rundschreiben» – so die wörtliche Bedeutung – sollen Gläubigen rund um die Welt einen moralischen Kompass geben.

Papst: KI kann in verschiedenen Bereichen eine «wertvolle Hilfe» sein

Als Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus ist Leo seit Mai vergangenen Jahres im Amt. Er ist der erste US-Amerikaner an der Spitze der katholischen Weltkirche und mit seinen 70 Jahren ein verhältnismässig junger Papst.

Das Schreiben trägt den Untertitel «Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz». Leo betont darin, dass KI in verschiedenen Bereichen eine «wertvolle Hilfe» sein könne.

Vor allem warnt er jedoch vor deren Risiken. Beispielsweise, dass in erster Linie nur wenige Menschen mit jetzt schon viel Besitz profitieren. «Kleine, sehr einflussreiche Gruppen können Informationen und Konsum lenken, demokratische Prozesse konditionieren und die wirtschaftliche Dynamik beeinflussen.»

KI muss auf menschliche Werte und Moral ausgerichtet sein

Deshalb sei es «unerlässlich, dass der Einsatz von KI von klaren Kriterien und wirksamen Kontrollen begleitet wird. Insbesondere, wenn es um öffentliche Güter und Grundrechte geht». Auch der Besitz der Nutzerdaten müsse reguliert werden.

Mehrfach betont der Papst, dass KI auf menschliche Werte und Moral ausgerichtet sein müsse. Allerdings nütze auch das nichts, «wenn diese Moral von einigen wenigen bestimmt wird». Vielfach wird das als Kritik an Tech-Milliardären in den USA verstanden.

Besonders kritisch äusserte sich der Pontifex über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Konflikte. Mit KI-gestützten autonomen Waffensystem sei Krieg in der heutigen Zeit wieder «durchführbarer» gemacht worden.

Die Entscheidung über Leben und Tod dürfe jedoch keinesfalls Maschinen überlassen werden. Wörtlich heisst es in dem Schreiben: «Daher ist es nicht zulässig, tödliche oder jedenfalls irreversible Entscheidungen künstlichen Systemen anzuvertrauen.»

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Kommentare

User #4906 (nicht angemeldet)

Die Schriftgelehrten zittern wie damals als der Buckdruck begann, am liebsten würden sie die Ki wohl auch gleich kreuzigen die Frasensäer.

User #2992 (nicht angemeldet)

Die Ki ist nicht das Problem. Wer die Ki Besitzt verwaltet , kontrolliert und in einem Gewissen Sinne zensiert ist das eigentlich gefährliche an Ki.

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