SGB-Präsident Maillard warnt vor Lohndruck und Abschottung

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Lausanne,

Der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Pierre-Yves Maillard, hat am 1. Mai die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» kritisiert.

Pierre-Yves Maillard
SP-Ständerat und SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. - keystone

Die Initiative, über die am 14. Juni abgestimmt wird, sei eine Gefahr für Löhne, Renten und Arbeitsplätze, sagte der Waadtländer Ständerat.

«Wir wollen keine Schweiz, in der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwar kommen können, aber um den Preis der Trennung von ihren Familien. Wir lehnen die Abschaffung der Lohnkontrollen, Lohndumping und Schwarzarbeit ab», erklärte der Waadtländer Ständerat.

Mit Blick auf die alternde Bevölkerung fügte er hinzu: «Wir wollen keine Politik, die die Zahl der Erwerbstätigen künstlich begrenzt», wird er in einer Mitteilung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zitiert.

Maillard wird am Freitag gegen Abend in Lausanne zum traditionellen 1.-Mai-Umzug in der Waadtländer Hauptstadt erwartet. Im Anschluss an die Demonstration wird er auf der Esplanade von Montbenon eine Rede halten.

Warnung vor Abschottung

SGB-Vizepräsidentin und Unia-Präsidentin Vania Alleva hielt ihre 1.-Mai-Rede in Aarau. Auch sie warnte vor dem «wirtschaftlichen Chaos und massiven Arbeitsplatzverlusten in der Exportindustrie», die eine Annahme der SVP-Initiative auslösen würde.

«Deshalb steht der 1. Mai in diesem Jahr unter dem Motto: 'Löhne und Arbeitsplätze verteidigen. Nein zur Abschottung!'», betonte sie laut Redetext.

Der SGB erinnert daran, dass zum Tag der Arbeit 2026 «Zehntausende Menschen» auf die Strasse gehen werden. Aktionen sind in mehr als 50 Städten und Gemeinden im ganzen Land geplant.

Kommentare

User #4307 (nicht angemeldet)

Die Schweiz hat sich nie abgeschottet. Im Gegenteil. Wir sind weltoffen aber wir müssen uns abgrenzen, Herr Maillard. Sonst geht es uns schlechter.

User #6306 (nicht angemeldet)

Hr. Pierre-Yves Maillard ihre vorderungen immer mehr Lohn das ist schon gut. Es gibt aber eine schlechte Sache dadurch Steigen dann wieder Lebensmittel Krankenkassen die haben das auch gemerkt so geht es. Denn auch da solten Sie einmal Gedanken machen.

Weiterlesen

teaser
37 Interaktionen
Frust für Schüler
x
26 Interaktionen
Unwetter-Fazit

MEHR IN POLITIK

1 Interaktionen
Kiew/St. Petersburg
Tramfrei Basel Initiative
1 Interaktionen
Initiative steht

MEHR AUS LAUSANNE

scheidung
8 Interaktionen
Scheidung
Handschellen
14 Interaktionen
Einreiseverbot
2 Interaktionen
Lausanne
Kollision
1 Interaktionen
Lausanne VD