EU

Brasilianisches Fleisch fehlt auf Liste zu EU-Hygienestandards

Keystone-SDA
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Belgien,

Brasilien fehlt auf der neuen EU-Liste der Länder, die Antibiotika-Vorschriften in der Tierhaltung einhalten.

Die Europäische Union hat am Dienstag eine Liste der Länder veröffentlicht, die ihre Vorschriften gegen den Missbrauch von Antibiotika in der Tierhaltung einhalten. Brasilien, das derzeit nicht auf dieser Liste steht, hat sich verpflichtet, „die notwendigen Massnahmen zu ergreifen“, um wieder darauf zu erscheinen.D

ie von den europäischen Ländern bestätigte Liste legt fest, welche Drittländer ab kommenden September weiterhin Fleisch nach Europa exportieren dürfen, da sie die europäischen Hygienevorschriften einhalten.

Die Europäische Union will ein Zeichen ihrer Wachsamkeit setzen, nachdem sie vom Agrarsektor und von Frankreich heftig kritisiert wurde, nachdem sie ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern – Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay – geschlossen hatte.

„Unsere Landwirte halten sich an die weltweit strengsten Gesundheits- und Antibiotikastandards. Es ist daher legitim, dass importierte Produkte denselben Anforderungen unterliegen, betonte der EU-Kommissar für Landwirtschaft, Christophe Hansen.

Brasilien von Ausschluss «überrascht»

Die brasilianische Regierung erklärte am Dienstag in einer Mitteilung, sie sei von diesem Ausschluss aus der Liste «überrascht» gewesen, bekräftigte jedoch, dass sie „rasch alle notwendigen Massnahmen ergreifen werde (damit die EU) diese Entscheidung rückgängig macht“. Brasilien halte alle Anforderungen der Europäischen Union vollständig ein, auch was die Vorschriften zu antimikrobiellen Mitteln betreffe.

Gemäss den europäischen Vorschriften ist der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung zum Zweck der Wachstumsförderung oder Ertragssteigerung verboten. Tiere dürfen auch nicht mit Antibiotika behandelt werden, die für Infektionen beim Menschen vorgesehen sind.

Nirgendwo in Europa bezahlen Konsumenten annähernd so viel für Fleisch wie in der Schweiz. Fast das Zweieinhalbfache des EU-Durchschnittspreises berappen Schweizer hierzulande. (Archivbild)
Nirgendwo in Europa bezahlen Konsumenten annähernd so viel für Fleisch wie in der Schweiz. Fast das Zweieinhalbfache des EU-Durchschnittspreises berappen Schweizer hierzulande. (Archivbild) - sda - Keystone/DPA-Zentralbild/JAN WOITAS

Diese Massnahmen sind Teil der europäischen Politik zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz von Mikroben, indem unnötige Antibiotika vermieden werden. In den letzten Jahren hat die Zahl der medikamentenresistenten Infektionen weltweit explosionsartig zugenommen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind antimikrobiell resistente Superbakterien (RAM) direkt für mehr als eine Million Todesfälle verantwortlich und tragen jährlich zu fast fünf Millionen Todesfällen bei.

Kommentare

User #1801 (nicht angemeldet)

Nirgendwo in Europa bezahlen Konsumenten annähernd so viel für Fleisch wie in der Schweiz. Fast das Zweieinhalbfache des EU-Durchschnittspreises berappen Schweizer hierzulande. Und erhalten dafür nichts besseres. Herrlich.

User #1683 (nicht angemeldet)

Nun müssen wir strenger die Produkte aus der EU kontrollieren oder ein Import Stop verhängen.

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