Staatsanwaltschaft ermittelt zu Brand in weiterem Moretti-Lokal

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Oberwallis,

Im Wallis werden Ermittlungen zum Brand in einem Moretti-Lokal wieder aufgenommen. Es besteht der Verdacht auf Versicherungsbetrug.

Das Ehepaar Jacques und Jessica Moretti hatte das «Vieux Chalet» wenige Monate vor dem Brand übernommen. (Archivbild)
Das Ehepaar Jacques und Jessica Moretti hatte das «Vieux Chalet» wenige Monate vor dem Brand übernommen. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Februar 2024 brannte das «Le Vieux Chalet» der Morettis ab.
  • Jetzt werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.
  • Es besteht der Verdacht auf Versicherungsbetrug.

Die Kantonspolizei Wallis hat die Ermittlungen zu einem Brand des Restaurants «Le Vieux Chalet», das dem Ehepaar Moretti gehört, erneut aufgenommen. Die für den Fall «Le Constellation» zuständigen Staatsanwältinnen wollen klären, ob ein Versicherungsbetrug vorliegt.

«Le Vieux Chalet» war am 29. Februar 2024 einem Brand zum Opfer gefallen. Zwei Monate darauf hatte die zuständige Richterin einen Beschluss zur Nichtannahme der Klage gegen das Betreiberpaar Jessica und Jacques Moretti erlassen.

Le Vieux Chalet Morettis
Das «Le Vieux Chalet» der Morettis brannte im Februar 2024 ab. - Screenshot raiplay.it

Laut der Staatsanwaltschaft steht eine technische Störung im Vordergrund. Dadurch könne menschliches Verschulden oder ein Unfall, der strafrechtliche Folgen nach sich ziehen könnte, «vernünftigerweise ausgeschlossen werden».

Die Brandkatastrophe in «Le Constellation» veranlasste die Staatsanwältinnen allerdings dazu, der Walliser Kantonspolizei einen erneuten Ermittlungsauftrag zu erteilen, wie das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS am Donnerstag berichtete.

Die Walliser Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud bestätigte den Auftrag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Das Verfahren zum Brand im ‹Vieux Chalet› wird jedoch nicht wieder aufgenommen und zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen gibt es keine Ausweitung der Untersuchung», gab sie weiter an.

Auch Verdacht auf Geldwäscherei

Hintergrund davon ist ein Anfang 2026 erstellter und am 23. Februar an die Staatsanwaltschaft übermittelter Bericht der Meldestelle für Geldwäscherei des Bundesamtes für Polizei.

Die Behörde stellt darin die Frage, ob sich das Ehepaar Moretti der Geldwäscherei, der ungetreuen Geschäftsführung, der Urkundenfälschung, des Versicherungsbetrugs und schwerer Steuerdelikte schuldig gemacht habe.

Sollte es in diesem Zusammenhang zu einer Untersuchung kommen, würde dieser Fall laut Beatrice Pilloud nicht von den Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Brand von der Neujahrsnacht getrennt.

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Kommentare

User #78 (nicht angemeldet)

Nur mal so: Gibt's eigentlich eine "Verjährungsfrist" wie lange sich die "Untersuchungen" hinziehen müssen damit man sie anschliessend deswegen endlich einstellen kann?

User #5443 (nicht angemeldet)

Kein Kommentar.

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