Schweizer Rohstoffhändler riskiert Hormusfahrt – es winken Millionen

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Genève,

Die Genfer Firma Lytton SA soll fast zwei Millionen Barrel irakisches Öl nach Vietnam gebracht haben. Das bringe dem Unternehmen bis zu 60 Millionen Dollar ein.

Strasse von Hormus
Seit dem Iran-Krieg sind die Margen für Öltransporte massiv gestiegen. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lytton SA aus Genf trug laut Bloomberg Verantwortung für eine riskante Ölfahrt.
  • Der Tanker mit irakischem Öl wurde erst vom Iran, dann von den USA gestoppt.
  • Den Schweizern dürfte das Geschäft bis zu 60 Millionen Dollar eingebracht haben.

Der Genfer Rohstoffhändler Lytton SA soll eine Schlüsselrolle beim Transport eines Öltankers durch die Strasse von Hormus gespielt haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomerg.

Das 2024 gegründete Unternehmen übernahm demnach die Verantwortung für die Fahrt der «Agios Fanourios I». Der Supertanker transportierte fast zwei Millionen Barrel irakisches Rohöl nach Vietnam.

Tanker gerät zwischen Iran und USA

Die Fahrt war hochriskant. Der Tanker wurde zuerst vom Iran und später von den USA angehalten. Erst nach einem Eingriff der vietnamesischen Staatsölgesellschaft PetroVietnam durfte das Schiff weiterfahren.

Für Lytton dürfte das Geschäft sehr lukrativ gewesen sein. Laut Bloomberg kaufte die Firma das Öl im irakischen Hafen Basra mit einem Rabatt von 18 Dollar pro Barrel. Daraus ergibt sich ein Bruttogewinn von bis zu 60 Millionen Dollar.

Der Fall zeigt, wie stark der Konflikt zwischen den USA und Iran den Ölhandel am Persischen Golf verändert. Tanker können die Strasse von Hormus nicht mehr wie gewohnt passieren.

Für kleinere Händler entstehen dadurch hohe Gewinnchancen, wenn sie das Risiko solcher Transporte übernehmen.

Die Handelsmargen für Öltransporte durch die Meerenge sind stark gestiegen. Laut Bericht liegen sie derzeit bei 20 bis 30 Dollar pro Barrel. Vor dem Irankrieg waren es nur wenige Cents.

Jetzt kassiert auch Iran fürs Durchlotsen

Zugleich soll der Iran Reedereien gegen Zahlungen durch seine Gewässer lotsen. Pro Schiff sollen rund zwei Millionen Dollar fällig werden, bezahlt in chinesischen Yuan oder Kryptowährungen.

Geht die Strasse von Hormus bald auf?

Die USA versuchen, dieses Geschäft mit einer Blockade einzudämmen. Solange es keine Einigung zwischen Washington und Teheran gibt, profitieren risikobereite Rohstoffhändler von der unsicheren Lage.

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Kommentare

User #5053 (nicht angemeldet)

Es darf ruhig Trump mal gedankt werden.

User #1462 (nicht angemeldet)

Schweizer Rohstoffhändler riskieren eine Humus Fahrt

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