Deutschland: Zahl der Einbürgerungen steigt auf Höchststand
Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland ist auf einen Höchststand gestiegen. So haben im vergangenen Jahr 332.500 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erworben, 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das teilte das deutsche Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit. Die Zahl sei damit im fünften Jahr in Folge gestiegen.
Und: «Noch nie seit der Einführung der Statistik im Jahr 2000 waren innerhalb eines Jahres mehr als 300.000 Personen eingebürgert worden», erklärten die Statistiker.
Nach den Daten machten die rund 65.600 eingebürgerten Syrerinnen und Syrer den grössten Anteil (20 Prozent) aus. Gegenüber dem Jahr 2024 sank die Zahl der eingebürgerten Syrer jedoch um 21 Prozent.
Dahinter folgen mit grossem Abstand Türkinnen und Türken mit einem Anteil von zehn Prozent sowie Russinnen und Russen mit einem Anteil von sechs Prozent. «Bei beiden Staatsangehörigkeiten stieg die Zahl der Einbürgerungen allerdings um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr», hiess es
Ein besonders starkes Wachstum wurde im Vorjahresvergleich auch bei den Einbürgerungen von bosnischen (plus 126 Prozent auf 8.800), US-amerikanischen (plus 100 Prozent auf 6.600) und albanischen (plus 97 Prozent auf 6.100) Staatsangehörigen verzeichnet.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zum Zeitpunkt der Einbürgerung lag demnach bei 12,4 Jahren.
Syrische Staatsangehörige hielten sich zum Zeitpunkt der Einbürgerung im Schnitt 7,9 Jahre in Deutschland auf, bei Türkinnen und Türken lag die Aufenthaltsdauer dagegen im Schnitt bei 24,1 Jahren.
Insgesamt wurden für das Jahr 2025 laut vorläufiger Ergebnisse 467.400 Einbürgerungsanträge erfasst. Von den 371.100 erledigten Verfahren wurden demnach rund 90 Prozent mit einer Einbürgerung abgeschlossen.
Bei drei Prozent kam es zu einer Ablehnung, die weiteren Fälle endeten etwa mit einem Rückzug des Antrags oder einem Fortzug ins Ausland.










