Stadt Basel

Französisch ab 3. Klasse: Nordwestschweizer Lehrpersonen gespalten

Keystone-SDA Regional
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Basel,

51 Prozent der befragten Lehrpersonen im Kanton Basel-Stadt wollen den Französischunterricht ab der 3. Primarklasse beibehalten. Im Baselbiet und Solothurn sind jedoch nur 43,2 Prozent beziehungsweise 42,9 Prozent dafür. Dies zeigen die am Donnerstag veröffentlichten Resultate.

Im Kanton Basel-Stadt ist eine knappe Mehrheit der Lehrpersonen mit dem Französisch-Start ab der 3. Klasse zufrieden. Im Baselbiet und Solothurn nicht. (Archivbild)
Im Kanton Basel-Stadt ist eine knappe Mehrheit der Lehrpersonen mit dem Französisch-Start ab der 3. Klasse zufrieden. Im Baselbiet und Solothurn nicht. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Allerdings schneidet der Vorschlag eines späteren Französischbeginns in allen drei Kantonen deutlich schlechter ab, wie die «Standortbestimmung Sprachenkonzept» im Auftrag des Basler Erziehungsdepartements zeigt.

So möchten nur zwischen 1 bis 3 Prozent der Befragten in der 4. Klasse damit beginnen. Zwischen 17,4 und 25,3 Prozent befürworten in den drei Kantonen einen Start ab der ersten Sekundarklasse. Beim Start des Englischunterrichts ab der 5. Primarklasse ist die Zustimmung in allen drei Kanton mit über 70 Prozent deutlich, wie es im Bericht heisst.

79 Prozent der Französischlehrpersonen schätzen die Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler in dieser Sprache beim Übertritt in die Sekundarstufe als unzureichend ein. Besser sieht es bei den Englischkenntnissen aus. Dort beurteilen 61 Prozent der Lehrkräfte die Kompetenzen als ausreichend.

Die Mehrheit der Französisch-Lehrpersonen wünscht sich Verbesserungen. So soll die Sprechzeit im Unterricht erhöht werden und ausserschulische Aktivitäten, etwa Klassenaustausch und Sprechbegegnungen, verstärkt werden.

Die Befragung richtete sich an Französisch- und Englischlehrpersonen sowie an Schulleitungen. Insgesamt machten rund 1200 Personen mit. Die Rücklaufquote lag bei den Lehrpersonen je nach Kanton zwischen 36 und 55 Prozent.

Kommentare

User #1457 (nicht angemeldet)

Immer wieder diese Diskussionen. Mehrere Sprachen zu beherrschen ist goldwert. Aber ebe.

User #4393 (nicht angemeldet)

Führt doch einfach das Welschlandjahr wieder ein. Ein tauglicher Weg, wirklich im Alltag brauchbares Französisch zu erlernen. Ich kenne kaum jemanden, der auch nur einen halbwegs geraden Satz auf Französisch rausbringt, allein mit dem Unterrichtsfranzösisch. Eine Sprache lernt man nur, wenn man sie auch anwendet.

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