Andreas Sigrist (EDU): «Sicherheit braucht Überzeugung, nicht Zwang»

Andreas Sigrist
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Münchwilen,

Am 14. Juni sagt der Thurgauer EDU-Kantonsrat Andreas Sigrist Nein zur Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Ein Gastbeitrag.

Andreas Sigrist Porträtfoto EDU
Andreas Sigrist ist EDU-Kantonsrat im Thurgau. - zVg

Am 14. Juni stimmen wir über die Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab. Obwohl die EDU die Ja-Parole gefasst hat, werde ich Nein stimmen. Die Respektierung des Gewissens ist mir wichtiger als der Versuch, den Zivildienst durch Hürden zu verleiden.

Wer aus tiefer innerer Überzeugung keinen Militärdienst leisten kann, verdient Respekt und nicht Druck. Wer stattdessen Zivildienst leistet, stärkt durch seinen Einsatz in Pflege, Umweltschutz und sozialen Werken den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Das Logo des Zivildiensts auf einer Arbeitshose.
Am 14. Juni stimmt die Schweiz über die Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab. - keystone

Die geplanten Verschärfungen wirken wie eine Strafe für eine Gewissensentscheidung. Zwang erzeugt Dienst nach Vorschrift, keine Überzeugung. Wenn die Armee Personal braucht, muss sie durch Sinn und Attraktivität überzeugen, nicht durch Hürden.

Zudem könnten höhere Anforderungen manche dazu bewegen, sich ausmustern zu lassen – dann ist dem Land erst recht nicht gedient.

Hast du Zivildienst geleistet?

Sicherheit entsteht dort, wo Menschen aus Überzeugung dienen – in Uniform oder in Zivil. Aus Respekt vor der Freiheit des Einzelnen und für eine Sicherheitspolitik, die auf Überzeugung statt Zwang setzt, sage ich am 14. Juni Nein.

Zum Autor

Andreas Sigrist (*1962) ist EDU-Kantonsrat im Thurgau. Der Landwirt und Theologe ist verheiratet, hat drei Söhne und lebt in Guntershausen.

Kommentare

User #4933 (nicht angemeldet)

Die Kantone sagen Nein zu einem starren willkürlichen Bevölkerungsdeckel. Nachhaltiges Wachstum braucht regionale Lösungen statt nationale Begrenzungsvorgaben. Die Initiative gefährdet Wohlstand sowie die Zusammenarbeit mit Europa in Sicherheits- und Asylfragen. Die Initiative birgt die Gefahr von sinkender Sicherheit.

User #5794 (nicht angemeldet)

Sorry, Beitrag nicht Ueberzeugend, dann lieber doch Zwang, weil es Verteidigung braucht.

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