Gericht

US-Gericht setzt Sanktionen gegen UN-Palästina-Expertin aus

Keystone-SDA
Keystone-SDA

USA,

Ein US-Bundesrichter hat Sanktionen der US-Regierung gegen die UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete ausgesetzt. Der Richter Richard Leon am Gericht im District of Columbia begründete die Aufhebung am Mittwoch mit dem Schutz der Meinungsfreiheit.

ARCHIV - Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin des UN-Menschenrechtsrates für die besetzten palästinensischen Gebiete, spricht bei der verlegten Veranstaltung mit dem Titel «B...
ARCHIV - Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin des UN-Menschenrechtsrates für die besetzten palästinensischen Gebiete, spricht bei der verlegten Veranstaltung mit dem Titel «B... - Keystone/dpa/Bernd von Jutrczenka

Der Ehemann und die Tochter der italienischen Juristin Francesca Albanese, die als Sonderberichterstatterin des UN-Menschenrechtsrats für die besetzten palästinensischen Gebiete zuständig ist, hatten gegen die US-Sanktionen geklagt. Albanese bedankte sich auf der Plattform X bei ihrer Familie.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im Juli 2025 Sanktionen gegen Albanese verhängt. Die USA werfen ihr Voreingenommenheit und Antisemitismus vor, wie US-Aussenminister Marco Rubio damals mitteilte. Sie habe sich mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Verbindung gesetzt, damit dieser gegen Staatsangehörige der USA oder Israels ermittle oder diese verhaftet würden – ohne die beiden Länder darüber in Kenntnis zu setzen.

Zuvor hatte Trump ein Dekret gegen Angehörige des Internationalen Strafgerichtshofes verhängt. Mit diesem können Vermögenswerte von Betroffenen in den USA eingefroren und diese Personen sowie ihre Familienmitglieder an der Einreise in die Vereinigten Staaten gehindert werden.

Die UN-Sonderberichterstatterin Albanese hat wegen ihrer Aussagen zum Gaza-Krieg und zu Israel schon häufig Kritik auf sich gezogen. Im Februar dieses Jahres hatten die Aussenminister Deutschlands und Frankreichs Äusserungen der UN-Sonderberichterstatterin stark kritisiert und ihren Rücktritt gefordert.

Kommentare

User #3820 (nicht angemeldet)

Nachdem selbst die UNO festgestellt hat, dass Israel einen Genozid begeht, stellt sich die berechtigte Frage, warum überhaupt Sanktionen gegen eine UNO Mitarbeiterin gerechtfertigt sein sollten. Bravo an den Richter der sich auf die Seite der Gerechtigkeit und des Legalitätsprinzips stellt.

User #4513 (nicht angemeldet)

Es zeigt deutlich, dass in den USA gewisse Leute oder Interessengruppen sehr viel Macht haben...

Weiterlesen

SBB
96 Interaktionen
Ticket-Panne
Kantonsrätin
89 Interaktionen
Zürich

MEHR IN POLITIK

1 Interaktionen
Zürich
Priska Seiler Graf Zivildienstgesetz
1 Interaktionen
«Optimistisch»
2 Interaktionen
New York

MEHR GERICHT

Mond
2 Interaktionen
Prag
Auto
1 Interaktionen
Freiburg
Hund
30 Interaktionen
Aargauer Gericht
Görlitzer Park
5 Interaktionen
Berlin

MEHR AUS USA

WM 2026
407 Interaktionen
Warten auf Visum
4 Interaktionen
Washington
WM 2026 Regeln
10 Interaktionen
Fans, aufgepasst!
Bitcoin
8 Interaktionen
Kryptomarkt