Strasse von Hormus: Iran und Oman suchen nach Ausweg

Keystone-SDA
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Bern,

Der Iran und der Oman bemühen sich um eine Regelung für die Schifffahrt in der für den globalen Energiehandel zentralen Strasse von Hormus. Nach Angaben der omanischen Nachrichtenagentur erörtern Vertreter der Aussenministerien beider Länder sowie Fachleute Optionen, «wie unter den derzeitigen Umständen in der Region ein reibungsloser Durchgang durch die Strasse von Hormus gewährleistet werden kann».

ARCHIV - Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa
ARCHIV - Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf, gesehen von Khor Fakkan. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa - Keystone/AP/Altaf Qadri

Der Zeitpunkt der Gespräche fällt mit einem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zusammen. Trump droht mit Angriffen auf iranische Kraftwerke, sollte die Führung in Teheran die Meerenge nicht bis Ostermontag (US-Ortszeit, Nacht zum 7. April MESZ) vollständig und «ohne Drohungen» für den Schiffsverkehr öffnen.

Über die Strasse von Hormus werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar liegt der Seeverkehr praktisch still. Irans Kontrolle sowie Warnungen vor Minen, Drohnenangriffen und der Entzug von Kriegsrisikoversicherungen machen die Passage für westliche Reedereien nahezu unmöglich. Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter liegen in der Region fest.

Die Meerenge ist an ihrer engsten Stelle nur rund 33 Kilometer breit. Die Hoheitsgewässer des Irans und des Omans überlappen sich vollständig, einen neutralen Hochsee-Korridor gibt es nicht. Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt.

Die Expertin für Energiemärkte, Amena Bakr, schrieb auf X, seit dem 30. März hat das Datenanalyseunternehmen Kpler eine strategische Aufteilung der Schifffahrtsrouten in eine «Oman-Route» und eine «Iran-Route» festgestellt. Mit «Oman-Route» ist gemeint, dass Schiffe fern von iranischen Gewässern und nahe der omanischen Territorialgewässer fahren.

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Kommentare

User #5926 (nicht angemeldet)

China, Russland und der Iran haben eine ähnliche Staatsstruktur: eine gewalttätige Diktatur. China und Russland kommunistisch, Iran religiös geprägt. Diesen undemokratischen Mächten stehen die EU und die USA gegenüber. Dazwischen stehen die arabischen Länder wie die Vereinigten Emirate, Oman, usw. die ebenfalls wenig demokratisch geprägt sind. Und wie verhalten sich nun die Europäer? Die EU-Linken pflegen eine widerwärtige Doppelmoral. Sie wollen zwar, dass JEMAND das seit einem halben Jahrhundert gewalttätige Mullahregime endlich stoppt, zumal dieses Regime die Terrormilizen von IS, Hamas, Hisbollah usw. finanziert und organisiert und zudem mit der gefährlich hohen Urananreicherung zwecks Atomwaffenproduktion - trotz gegenteiliger Versprechungen und Verträgen - nicht aufgehört hat. Wenn dann dieser JEMAND DIESE DRECKSARBEIT ÜBERNIMMT, spielen sie die Empörten, plärren über das damit gebrochene Völkerrecht, entsetzen sich über den stattfindenden Krieg, spotten über diesen JEMAND und empören sich darüber, dass diese Aktion nicht gewaltfrei vonstatten ging und länger geht als angenommen. Scheinheilige Empörung! Scheinheiliger gehts fast nicht mehr!

User #5926 (nicht angemeldet)

Sagte der deutsche Kanzler Merz nicht, wir Europäer liessen andere die Drecksarbeit machen? Ja, genau das sagte er. Die ganze Wahrheit: Die EU lässt die USA jeweils die Drecksarbeit erledigen und wenn dann irgend etwas schiefgeht oder das Ganze nicht ganz so schnell und unkompliziert abläuft wie erhofft, dann steigen die EUler empört aus ihren Löchern …

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