Experten warnen: Welt bleibt anfällig für neue Pandemien

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Genève,

Trotz Ebola, Covid und Mpox ist die Welt laut Gremium nicht sicherer geworden. Misstrauen, Schulden und Konflikte verschärfen die Gefahr.

Coronavirus pandemie
Experten sehen die globale Vorsorge trotz früherer Krisen geschwächt. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Expertengremium warnt: Die Welt ist nicht besser auf Pandemien vorbereitet.
  • Ebola, Covid und Mpox erschütterten das Vertrauen in Staaten und Institutionen.
  • Ungleichheit bei Schutz, Impfstoffen und Geld bleibt laut Bericht tief verankert.

Trotz Anstrengungen ist die Welt laut Experten nicht sicherer vor einer neuen Pandemie geworden. Daran hätten auch der Ebola-Ausbruch in Westafrika vor gut zehn Jahren, die Covid-19-Pandemie und der Mpox-Notlage nichts geändert.

Vielmehr hätten diese Krisen und der Umgang damit das Vertrauen der Menschen in Regierungen, bürgerliche Freiheiten und demokratische Normen erschüttert.

Das berichtet ein internationales Gremium zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Es soll den Zustand der weltweiten Vorsorge für Gesundheitskrisen und Pandemien begutachten.

Krisen haben das Vertrauen der Menschen zerstört

Stärker gespalten, höher verschuldet und weniger in der Lage, ihre Bevölkerung zu schützen, als etwa vor einem Jahrzehnt: So sähe laut Bericht eine Welt aus, auf die eine neue Pandemie treffen würde.

«Das Vertrauen schwindet: zwischen Regierungen und Bürgern, zwischen Ländern, in multilaterale Organisationen, in der Wirtschaft», heisst in weiter.

Fürchtest du dich vor einer weiteren Pandemie?

«Tief verwurzelte Ungleichheiten treten zutage: Beim Zugang zu Informationen, Wissen, Finanzmitteln und Gegenmassnahmen, von persönlicher Schutzausrüstung bis hin zu lebensrettenden Impfstoffen.»

«Der Klimawandel und bewaffnete Konflikte verschärfen die Risiken», heisst es weiter. «Geopolitische Zersplitterung, die Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Raums und kommerzielle Eigeninteressen untergraben gemeinsames Handeln.»

Experten fordern Geld, Kontrolle und gleichen Schutz für alle

Es sei möglich, umfassendes Vertrauen wieder herzustellen und nachhaltige Gerechtigkeit für alle zu schaffen, so das Gremium.

Nötig dafür seien erstens eine unabhängige und umfangreiche Überwachung von Risiken. Zweitens ein System, das allen Menschen überall auf der Welt gleichen Zugang zu allem garantiert, was vor Ansteckungen schützt. Und drittens mehr Geld für den Pandemiefonds.

Dieser wurde geschaffen, um weltweit die Kapazitäten zur Prävention, Vorsorge und Bekämpfung von Pandemien zu stärken.

Das Gremium wurde 2018 von der Weltbank und der WHO einberufen. Es besteht aus Uno- und Regierungsvertretern sowie Experten. Es heisst Global Preparedness Monitoring Board (GPMB – etwa: Rat für globale Katastrophenvorsorge).

Kommentare

User #5441 (nicht angemeldet)

Jährlich stecken sich Weltweit 70 Mio mit Hepa C an, in 10 Jahren sind das 0.7Mrd. Wen man dies exponentiel sieht 30-40 Jahre dan haben es fast alle--- Wir stehen Medizinisch vor jensten herausforderungen. Braucht massiven Wandel, wie schnelltests usw. wegen Ärtzte mangel usw.----

User #5147 (nicht angemeldet)

Man muss kein experte sein um zu wissen, das die Erde und alles darauf lebt. Was stetige veränderung bedeuttet. Das ist, war und wird immer so sein. Das einzige was relativ neu ist, ist die ständige angstmacherei um alles

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