Psychische Erkrankungen kosten die Schweiz immer mehr

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Neuchâtel,

Weiterhin fühlen sich 72 Prozent der Schweizer Bevölkerung meistens oder ständig glücklich. Die Kosten wegen psychischer Erkrankungen sind gestiegen.

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Die durch psychische Erkrankungen verursachte Kosten sind gestiegen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kosten für psychische Gesundheit stiegen auf 3,2 Milliarden Franken.
  • Laut dem BAG ist das zu begrüssen, da es durch besseren Zugang entstand.
  • Pro 1000 Einwohner wurden 9,3 wegen psychischer Probleme hospitalisiert.

Mädchen und junge Frauen in der Schweiz sind weiterhin besonders häufig von psychischen Erkrankungen betroffen.

Im ambulanten Bereich haben die Kosten bei Jungen aber 2024 erstmals stärker zugenommen als bei Mädchen. Das geht aus dem aktuellen Bulletin zur psychischen Gesundheit der Schweizer Bevölkerung hervor, welches das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) erstellt hat. Die Kennzahlen wurden am Dienstag veröffentlicht.

Demnach fühlten sich im Berichtsjahr über 72 Prozent der Bevölkerung meistens oder ständig glücklich. Dieser Wert entsprach dem Vorjahresniveau. Menschen ab 65 Jahren bezeichneten sich dabei häufiger als glücklich als Jüngere. Frauen und jüngere Menschen gaben hingegen öfter an, sich entmutigt oder deprimiert zu fühlen.

Kosten steigen auch bei Knaben

Die Versorgungskosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Bereich psychische Gesundheit stiegen 2024 um 6,1 Prozent an und beliefen sich auf rund 3,2 Milliarden Franken. Ihr Anteil an den Gesamtkosten betrug 7,5 Prozent, so wie bereits im Vorjahr. Wie die gesamten Gesundheitskosten nahmen aber auch jene im psychischen Bereich seit 2006 kontinuierlich zu.

In der ambulanten Behandlung stiegen die Kosten pro versicherter Person laut dem Bericht um 6,4 Prozent auf 244 Franken. Dieser Anstieg lag über der durchschnittlichen jährlichen Zunahme von 4,7 Prozent zwischen 2012 und 2023.

Bist du meistens oder häufig glücklich?

BAG-Vizedirektorin Linda Nartey zufolge könnte dies mit einem verbesserten Zugang zu den Leistungen zusammenhängen. Das sei zu begrüssen, weil die verzögerte Hilfesuche nachweislich zur Chronifizierung der Erkrankung beitrage, liess sie sich im Bericht zitieren.

Bei den bis zu 18-jährigen Jungen stiegen die ambulanten Kosten mit 8,9 Prozent erstmals stärker an als bei den gleichaltrigen Mädchen mit 4,9 Prozent, wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist. Zuvor war das durchschnittliche jährliche Kostenwachstum bei den Mädchen jeweils fast doppelt so hoch.

Hospitalisierung stabil

Bei der Anzahl Menschen, die in psychiatrischen Kliniken und Abteilungen hospitalisiert wurden, fielen die Alters- und Geschlechtsunterschiede ebenfalls beträchtlich aus. So betrug die Hospitalisierungsrate bei Kindern und Jugendlichen weniger als die Hälfte der Rate bei Erwachsenen. Und bei den bis 18-Jährigen war die Rate bei den Mädchen seit 2021 mehr als doppelt so hoch wie jene der Jungen.

Insgesamt blieb die Hospitalisierungsrate im Berichtsjahr mit 9,3 Fällen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner stabil. Die Unterbringung von Minderjährigen in der Erwachsenenpsychiatrie, was als Hinweis für eine Unterversorgung gedeutet werden kann, entwickelte sich zudem positiv. Der Anteil der bis 16-Jährigen, die stationär mit Erwachsenen behandelt wurden, sank auf 5,5 Prozent.

Die Rate der Spitalaufenthalte wegen mutmasslicher Suizidversuche veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht. Frauen waren davon häufiger betroffen als Männer. Die Suizidrate hingegen war bei Männern mit 16,2 Fällen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner fast dreimal so hoch wie bei Frauen. Die Gesamtrate blieb insgesamt stabil, ist aber langfristig rückläufig.

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Kommentare

User #1743 (nicht angemeldet)

Glück und Seelen Zufriedenheit ist der in allem das Positive sieht und es als Herausforderung..zum Positiven Umsetzt! Reich sein heisst die Herausforderungen zu meistern statt zu hinterfragen! Die Heutige Jugend bekommt alles von denn Eltern oder Staat geschenkt..! Darum wäre besser Sozialamt und RAV wieder abschaffen. Die Jugend denkt doch immer wenn ich nicht durch komme gehe ich zum RAV oder Sozialamt! Die haben verlernt zu überleben..! Auch die Kreditkarten und Kredite sind daran schuld ..! Die kranke Seele kann man nur durch arbeiten, Fleiss, Ziele, wieder heilen ❤️‍🩹 und nicht mit Materiellen Gegenständen .. Würde jedem raten von denn jungen begebt euch auf eine Reise ohne Geld 💰 und lebt was ihr findet in der Natur ..ohne Händy .. kauft euch ein Surivel Buch und wandert jeden Tag durch die Schweiz 🇨🇭 und ihr werdet zurück finden auf Euren Pfad ..! Ohne Teuren Psychiater 👨‍⚕️ die selber noch nicht angekommen sind auf der Erde.. 🌍 oder geht in ein Budistenkloster oder Christenkloster . Das hilft alles mehr als Therapeutische Massnahmen unter Medikamente die Euer Hirn vernebeln!

User #4985 (nicht angemeldet)

Vielleicht liegts auch am HR.

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