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Zürich trägt einen Fünftel zum Schweizer BIP bei

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Zürich,

Die Kantone Zürich, Bern, Waadt und Genf machen beinahe die Hälfte der Schweizer Wirtschaftsleistung aus – Zürich alleine gut einen Fünftel.

BIP Zürich
Zürich macht alleine gut einen Fünftel der Schweizer Wirtschaftsleistung aus. - keystone

Zürichs Dienstleistungssektor umfasst gar einen Viertel der gesamten Dienstleistungen in der Schweiz.

Dabei seien die privaten Dienstleistungen die Treiber, heisst es in einer am Montag publizierten Studie der Zürcher Kantonalbank mit Fokus auf die Zürcher Wirtschaft. Diese machen rund 70 Prozent des kantonalen BIP aus.

Der Anteil Zürichs an der gesamten wirtschaftlichen Leistung und Wertschöpfung in der Schweiz macht 21 Prozent aus. Die elf grössten Kantone erwirtschaften 80 Prozent des hiesigen BIP und die übrigen 15 Kantone 20 Prozent.

Wachstum geht zurück

Das durchschnittliche Wachstum Zürichs in der jüngeren Vergangenheit lag in den Jahren 2008 bis 2022 mit einem durchschnittlichen Plus von 1,3 Prozent allerdings tiefer als jenes der Schweiz (+1,7 Prozent).

Die ZKB führt dies auf die Wirtschaftsstruktur des Kantons zurück, in welcher der beschäftigungsintensive Dienstleistungssektor mit typischerweise tieferen Wachstumsraten als im Industriesektor übervertreten ist. Aus dem gleichen Grund hinkt auch das Produktivitätswachstums Zürichs hinterher.

Grundsätzlich ist das Produktivitätsniveau in Zürich laut der ZKB aber bereits hoch. Die Wertschöpfung pro geleistete Arbeitsstunde liegt demnach 5 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt, was weitere Zugewinne erschwert.

Auch das BIP pro Kopf liegt mit 104'000 Franken etwa 16 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt von 90'000.

«Fifa-Effekt» hat spürbaren Einfluss auf BIP

Auch kurzfristig betrachtet hat sich Zürich zuletzt schwächer entwickelt als die Gesamtschweiz. Im vierten Quartal 2025 ist die Zürcher Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr laut dem Zürcher Konjunkturindikator um 0,3 Prozent gewachsen, die Schweiz hingegen um 0,5 Prozent. Auch die Prognosen für das erste Quartal 2026 zeigen für Zürich noch keine nennenswerte Zunahme der Dynamik.

Einen spürbaren Einfluss auf das BIP in Zürich hat bekanntlich der «Fifa-Effekt». Wenn der Weltfussballverband mit Sitz in Zürich eine Weltmeisterschaft durchführt, verbucht er hohe Einnahmen aus Übertragungs- und Markenrechten und beeinflusst damit das BIP in Zürich stark.

Gemäss einer groben Berechnung macht der Sport-Event-Effekt in Zürich zwischen 0,7 und 1,0 Prozentpunkte aus, in der Gesamtschweiz hingegen lediglich 0,3 Prozentpunkte.

Kommentare

User #5004 (nicht angemeldet)

Da sieht man gleich wieder dass die Vorstellung "Hohes pro Kopf-BIP = hoher Wohlstand" jeglicher Grundlage entbehrt. Denn wie profitieren Zürcher und der Staat von FIFA-Milliardengewinnen wenn die gar keine Steuern bezahlen und kaum Leute beschäftigen?

Luxy-1

Zürich trägt auch einen Drittel zum ländlichen Chaos bei.

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