Anthropic erreicht Rekordbewertung und überholt OpenAI

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USA,

Das KI-Start-up Anthropic hat seinen schärfsten Rivalen OpenAI vorerst vom Thron der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt gestossen.

Der technologische Vorsprung des AI-Unternehmens Anthropic mit seinem Modell «Claude» schlägt sich auch in den Geschäftszahlen nieder. (Archivbild)
Der technologische Vorsprung des AI-Unternehmens Anthropic mit seinem Modell «Claude» schlägt sich auch in den Geschäftszahlen nieder. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/PATRICK SISON

Nach einer neuen Finanzierungsrunde, in der das Unternehmen weitere 65 Milliarden US-Dollar einsammeln konnte, wird Anthropic nun mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Wie das Wall Street Journal berichtet, verzeichnet Anthropic damit das schnellste Bewertungswachstum in der Geschichte des Risikokapitals.

Noch vor rund drei Monaten lag die Bewertung des Unternehmens bei 380 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Konkurrent OpenAI, der den derzeitigen KI-Boom im Jahr 2022 mit ChatGPT ausgelöst hatte, wurde nach einer eigenen Finanzierungsrunde zuletzt mit 730 Milliarden Dollar bewertet.

Gegründet wurde Anthropic erst im Jahr 2021 von Dario Amodei und weiteren ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern. Der enorme Erfolg des Unternehmens fusst vor allem auf dem massiven Fokus auf Geschäftskunden und der Automatisierung von Software-Programmierung. Mit seinem neuen Flaggschiff-Modell «Claude Opus 4.8» dominiert Anthropic das sogenannte «Vibecoding» – ein Prozess, bei dem Künstliche Intelligenz Softwarecode basierend auf Anweisungen in gewöhnlicher Umgangssprache schreibt.

Dieser technologische Vorsprung schlägt sich auch massiv in den Geschäftszahlen nieder. Laut dem Wall Street Journal ist Anthropic auf dem besten Weg, im kommenden Monat einen Jahresumsatz von 50 Milliarden Dollar zu erreichen, nachdem sich die Einnahmen allein im ersten Quartal verachtzigfacht hatten.

Mit den nun eingenommenen 65 Milliarden Dollar plant Anthropic, der extrem wachsenden Nachfrage gerecht zu werden und die eigene Rechenkapazität massiv auszubauen. Da das Unternehmen in der Vergangenheit bereits mit Engpässen bei der Rechenleistung zu kämpfen hatte, schloss es zudem einen Deal im Wert von fast 50 Milliarden Dollar mit Elon Musks SpaceX ab, um Zugang zur Rechenpower von dessen «Colossus»-Rechenzentrum zu erhalten.

Sowohl bei Anthropic als auch bei OpenAI stehen die Zeichen derweil auf einen Börsengang (IPO). Erwartungen zufolge könnten beide Schwergewichte noch in diesem Herbst den Sprung an die Börse wagen.

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