Angeklagte wollte serbischen Frauen zu Arbeit verhelfen

Im Prozess um mutmasslich ausgebeutete Putzkräfte im Berner Oberland hat die angeklagte Tochter am Mittwoch ausgesagt, sie habe den Frauen aus ihrem Heimatland zu einer Arbeit verhelfen wollen.

Putzkräfte sollen in Gstaad ausgebeutet worden sein. (Symbolbild)
Putzkräfte sollen in Gstaad ausgebeutet worden sein. (Symbolbild) - KEYSTONE/AYSE YAVAS

Die Tochter ist Teil einer Familie, die sich derzeit wegen Menschenhandels vor Gericht verantworten muss. Mutter, Vater und Tochter wird vorgeworfen, Frauen aus Serbien unter falschen Versprechungen in die Schweiz gelockt und sie dann als Putzkräfte in der Nobelferienregion Gstaad ausgebeutet zu haben.

Alles habe damit angefangen, dass eine gute Freundin mit ihr in Gstaader Chalets gearbeitet habe, berichtete die Angeklagte. Die Arbeit habe der Freundin gefallen, worauf weitere Freundinnen nach Arbeit gefragt hätten.

Sie habe zunächst versucht, Arbeitsbewilligungen zu erhalten, ohne Erfolg. Leider habe sie dann «den Fehler» wiederholt, die Frauen ohne Papiere arbeiten zu lassen. Wenn es für ihre Auftraggeber so stimme, sei es auch für sie ok, habe sei damals gedacht.

Kommentare

User #1222 (nicht angemeldet)

Das wäre so als würde Sklaven händler behaupten, er sei nur Arbeitsvermittler???

User #4412 (nicht angemeldet)

Helfen wollen ! So kann man es auch sagen !

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