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Boeing darf Rumpf-Zulieferer Spirit zurückkaufen

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Belgien,

Die EU-Kommission genehmigt den Kauf von Spirit Aerosystems durch Boeing unter Auflagen.

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Boeing hätte laut EU-Kommission ohne Auflagen die Möglichkeit und den Anreiz gehabt, Airbus von wichtigen Zulieferungen abzuschneiden oder schlechter zu stellen. (Archivbild) - keystone

Die EU-Kommission hat den Kauf des US-Zulieferers Spirit Aerosystems durch den Flugzeugbauer Boeing unter Auflagen genehmigt. Die Behörde teilte in Brüssel mit, Boeing müsse unter anderem alle Geschäftsbereiche des Herstellers von Flugzeugteilen an Airbus verkaufen, die derzeit den europäischen Boeing-Konkurrenten mit Flugzeugstrukturen beliefern.

Damit soll der Wettbewerb auf dem Markt für Flugzeugbauteile gesichert werden. Nach Einschätzung der Kommission hätten die Übernahmepläne ursprünglich den Wettbewerb im Markt für Flugzeugstrukturen und grosse Verkehrsflugzeuge erheblich einschränken können.

Boeing hätte ohne Auflagen die Möglichkeit und den Anreiz gehabt, Airbus von wichtigen Zulieferungen abzuschneiden oder schlechter zu stellen. Ausserdem hätte der Konzern Zugang zu vertraulichen Geschäftsinformationen des europäischen Rivalen erhalten.

Spirit wird Teil von Airbus

Es war bereits vor der jetzt verkündeten Entscheidung der EU-Kommission klar, dass Teile von Spirit zu Airbus wechseln. Das Vorhaben, den Rumpf-Zulieferer Spirit Aerosystems zum Grossteil wieder zurück unter das Boeing-Konzerndach zu holen, war vor gut einem Jahr bekanntgeworden.

Der US-amerikanische Konzern zahlt damaligen Angaben zufolge den Kaufpreis in Form von Aktien. Spirit wurde bei dem Deal laut Boeing mit rund 4,7 Milliarden Dollar bewertet.

Der Flugzeugbauer kündigte zudem an, rund 3,6 Milliarden Dollar an Spirit-Schulden zu übernehmen. Die ursprüngliche Abspaltung der Sparte von Boeing folgte seinerzeit dem Trend, Konzerne zu verschlanken und durch Verlagerung von Aktivitäten an Zulieferer Geld zu sparen.

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