Trotz Streits: Putin sendet Armeniens Premier Geburtstagsgruss

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Russland,

Inmitten zunehmender Spannungen zwischen Moskau und Eriwan über die Annäherung Armeniens an die EU hat der Kremlchef dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan zum Geburtstag gratuliert.

Nikol Paschinjan
Nikol Paschinjan (M), Ministerpräsident von Armenien, spricht in einem Dorf nahe der Grenze zu Aserbaidschan mit einem Offizier der armenischen Armee. - keystone

Die Beziehungen beider Länder seien traditionell freundschaftlich geprägt, schrieb Wladimir Putin in dem auf der Kreml-Internetseite veröffentlichten Telegram. «Und wir sind an ihrer weiteren nachhaltigen Entwicklung interessiert», betonte er. Paschinjan wünschte er Gesundheit, Wohlergehen und Erfolg.

Die Glückwünsche sind bemerkenswert, weil Russland zuletzt viel dafür getan hat, den Erfolg Paschinjans bei den anstehenden Parlamentswahlen am 7. Juni zu sabotieren. So haben russische Behörden die Einfuhr von Blumen und einer Reihe von Lebensmitteln untersagt.

Das russische Energieministerium hat Armenien offen mit der Kündigung eines günstigen Gasliefervertrags gedroht. Zuletzt berief der Kreml sogar seinen Botschafter in Eriwan «zu Konsultationen» ein.

Hintergrund ist die Annäherung Armeniens an die EU mit dem langfristigen Ziel eines Beitritts. Das hat in den Moskauer Führungsetagen, wo Armenien als Teil des eigenen Wirtschafts- und Militärblocks (Eurasische Wirtschaftsunion und Organisation des Rats für kollektive Sicherheit) betrachtet wird, massiven Ärger erzeugt.

Putin selbst warnte zuletzt, dass Paschinjan nicht auf zwei Stühlen gleichzeitig sitzen könne und sich zwischen Ost und West entscheiden müsse.

Mehr noch: Armenien gehe den Weg der Ukraine, drohte er unmissverständlich bei einem Gipfel in Astana in der vergangenen Woche. Gegen die benachbarte Ukraine führt Russland seit mehr als vier Jahren Krieg – auch der Konflikt wurde damals unter anderem dadurch ausgelöst, dass die Ukraine eine Annäherung an die EU anstrebte.

Kommentare

User #2193 (nicht angemeldet)

Ein westlicher Geheimdienst informiert über Moskaus Invasion der Ukraine: Der Kreml bezahlt einen verheerenden Preis für seinen Angriff. Bletchley Park – „Putin geht auf dem Schlachtfeld rückwärts.“ Das sagt Anne Keast-Butler, die Direktorin des britischen Geheimdienstes GCHQ, bei ihrer ersten öffentlichen Ansprache in Bletchley Park. Sie präsentiert dabei eine erschütternde Zahl: „Neue Geheimdiensterkenntnisse zeigen, dass fast eine halbe Million russischer Soldaten seit Kriegsbeginn getötet worden sind.“

User #1307 (nicht angemeldet)

Die Ukraine entzieht Russland zunehmend mit Angriffen auf Ölanlagen zentrale Einnahmequellen für den Angriffskrieg. Das sorgt zunehmend für eine Treibstoffknappheit im Land. Jetzt versucht Moskau, mit verschiedenen Verboten gegenzusteuern. Russland hat angesichts der ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien und andere Energieinfrastruktur die Ausfuhr von Flugtreibstoff bis zum 30. November verboten. Ziel sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilte die Regierung in Moskau mit.

Weiterlesen

teaser
37 Interaktionen
Frust für Schüler
x
25 Interaktionen
Unwetter-Fazit

MEHR IN NEWS

Einbruch Montlingen
1 Interaktionen
Oberriet SG
scheidung
8 Interaktionen
Scheidung
Unfall A1
A1 bei Rorschach SG

MEHR AUS RUSSLAND

Weltwirtschaftsforum
2 Interaktionen
St. Petersburg
Duma Russland kreml
16 Interaktionen
Neues Gesetz
Flugzeug Kerosin
22 Interaktionen
Moskau
126 Interaktionen
Saratow