Israel nimmt wichtige Kreuzritterburg im Libanon ein
Die USA und der Iran arbeiten im Zuge ihres Kriegs weiterhin an einem Deal. Das Neueste im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Deal zwischen den USA und dem Iran bleibt weiterhin aus.
- Eigenen Angaben zufolge hat das US-Militär im Golf von Oman ein Schiff beschossen.
- Im Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Die USA und der Iran arbeiten weiterhin an einem Abkommen. Von einer Einigung sind beide Seiten laut Medienberichten aus den letzten Tagen nicht allzu weit entfernt.
Weder die iranische noch die US-amerikanische Führung haben aber einem Deal zugestimmt.
Die neusten Entwicklungen im Iran-Krieg liest du hier im Ticker:
Iran fordert Vorleistungen vor Abkommen mit den USA
15.30: Der Iran will ein Rahmenabkommen mit den USA erst unterzeichnen, wenn konkrete Gegenleistungen gesichert sind.
Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der als iranischer Chefunterhändler fungiert, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna während einer virtuellen Parlamentssitzung, Teheran werde kein Abkommen akzeptieren, solange keine Gewissheit bestehe, dass die Rechte des iranischen Volkes gewahrt seien.
«Wir vertrauen weder auf Garantien noch auf Worte – nur Taten zählen. Es werden keine Massnahmen ergriffen, bevor die andere Seite nicht handelt», hatte Ghalibaf bereits am Freitag auf X erklärt.
Israel nimmt wichtige Kreuzritterburg im Libanon ein
10.20: Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge im Süden des Libanons die strategisch gelegene Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen.
Sie weitete damit ihre Bodeneinsätze im Nachbarland weiter aus, wie es in einer Mitteilung am Morgen hiess.

Das Foto eines dpa-Reporters zeigte eine israelische Flagge, die auf der Festung gehisst wurde. Israels Armee äusserte sich auf Anfrage dazu zunächst nicht.
Das israelische Militär warf der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, in der Gegend Einrichtungen zu haben und von dort aus auch Angriffe ausgeführt zu haben.
Israel geht in dem Gebiet laut eigenen Angaben etwa gegen Raketenabschussrampen der vom Iran unterstützten Schiitenorganisation vor. Ein Armeesprecher bezeichnete die Festung als «Symbol der Arroganz» der Hisbollah.
Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen
03.20: Während eine Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran weiter aussteht, rückt in Teheran zunehmend die Bedeutung von eingefrorenen iranischen Auslandsvermögen in den Fokus.
Iranische Medien und andere Beobachter der Verhandlungen gaben sich überzeugt, dass eine vorläufige Einigung in den Gesprächen für die Führung in Teheran entscheidend mit der Freigabe von blockiertem Geld zusammenhängt.
Experten zufolge sind finanzielle Fragen für die Islamische Republik angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land und des kostspieligen Kriegs von grosser Bedeutung.
Insgesamt liegen Schätzungen zufolge mehr als 100 Milliarden US-Dollar an iranischem Geld auf Konten im Ausland, die im Zuge von Sanktionen teils oder gänzlich gesperrt sind.
US-Militär beschiesst Schiff im Golf von Oman
00.30: US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ein Schiff im Golf von Oman beschossen.
Entgegen der US-Seeblockade habe sich das Schiff einem iranischen Hafen genähert und sei den Anweisungen trotz etlicher Warnungen nicht nachgekommen, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.
Ein Flugzeug der US-Streitkräfte habe das Schiff danach mit einer Rakete beschossen und manövrierunfähig gemacht. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Freitag.
Das Schiff mit dem Namen «M/V Lian Star» fuhr laut Centcom unter gambischer Flagge. Nähere Angaben zum Schiff oder zu möglichen Verletzten machte die US-Seite nicht.

Mit der US-Blockade will die US-Regierung den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen. Die Blockade richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Wichtige Einnahmen aus dem Ölexport sollen so abgeschnitten werden.
Wie Centcom weiter mitteilte, wurden seit Beginn der Blockade fünf Handelsschiffe gewaltsam gestoppt. 116 seien zum Umdrehen gezwungen worden.
















