Texanischer Justizminister in Amtsenthebungsverfahren freigesprochen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

USA,

Der texanische Justizminister Ken Paxton darf weiterhin im Amt bleiben. Ihm wurden Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Ken Paxton Republikaner
Trumps Wunschkandidat Ken Paxton gewann trotz mehrerer Skandale deutlich die Vorwahl der Republikaner in Texas für einen Senatssitz. (Archivbild) - keystone

In einem seltenen Amtsenthebungsverfahren ist der Justizminister des US-Bundesstaats Texas, Ken Paxton, von allen Vorwürfen freigesprochen worden. Im Senat kam bei einer Abstimmung am Samstag nicht die notwendige Mehrheit zusammen, um den Republikaner abzusetzen. Dabei unterstützten seine Parteikollegen den Republikaner mehrheitlich. Für den rechten Flügel der Partei ist das ein Sieg – Paxton gilt als ausgesprochener Unterstützer des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Eine grosse Mehrheit des republikanisch kontrollierten Parlaments hatte im Mai dafür gestimmt, den Fall an den Senat zu überstellen.

Amtsenthebungsverfahren vor dem Senat äusserst selten

Dort musste sich der 60-Jährige wegen Korruptionsvorwürfen und Amtsmissbrauch verantworten. Ein Interimsjustizminister wurde ernannt. Der Vorgang war höchst ungewöhnlich, da sich auch Parteifreunde gegen Paxton gestellt hatten. Der Fall zeigte die Spaltung der republikanischen Partei.

In der Geschichte von Texas ist der Justizminister erst der dritte hohe Repräsentant, gegen den vor dem Senat ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde.

Ken Paxton trieb erzkonservative Vorhaben voran

Paxton ging wie andere gegen den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl 2020 vor und nutzte sein Amt, um eine Reihe erzkonservativer politischer Vorhaben voranzubringen. Zum Verhängnis wurde Paxton vor allem, dass ihm Mitarbeiter vor einigen Jahren vorwarfen, er missbrauche seine Macht, um einem reichen Wahlkampfspender einen Gefallen zu tun. Zudem feuerte Paxton jene Mitarbeiter, die die Vorwürfe öffentlich machten.

Kommentare

Weiterlesen

US-Repräsentantenhaus
22 Interaktionen
Ermittlungen
joe biden republikaner
2 Interaktionen
Joe Biden

MEHR IN NEWS

gripen f
2 Interaktionen
Neuer Zweisitzer
Priska Seiler Graf Zivildienstgesetz
6 Interaktionen
«Optimistisch»
Bayer aktie
Kursausschläge

MEHR AUS USA

4 Interaktionen
New York
WM 2026
431 Interaktionen
Warten auf Visum
4 Interaktionen
Washington
WM 2026 Regeln
12 Interaktionen
Fans, aufgepasst!