Mercosur

Mercosur-Länder streiten über Freihandelsverträge und Zölle

Keystone-SDA
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Argentinien,

Im südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur verhärten sich die Fronten im Streit um neue Freihandelsabkommen und die gemeinsamen Zölle immer mehr.

Amazonasgebiet Abkommen
Gefällte Bäume im Amazonasgebiet. Die EU-Länder könnten das Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay demnach noch im Juli zugeschickt bekommen. (Archivbild) - AFP/Archiv

Weil es keine Aussicht auf Einigung gab, wurde das für Dienstag geplante Treffen der Aussenminister von Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay bereits zum zweiten Mal abgesagt. Dies berichtete die argentinische Zeitung «La Nación».

Zuletzt hatte Brasilien vorgeschlagen, die gemeinsamen Aussenzölle zu senken. Derzeit liegen die Zölle je nach Produktgruppen bei bis zu 35 Prozent. Uruguay regte zudem eine Flexibilisierung des Wirtschaftsbündnisses an, damit die Mitgliedsstaaten auch bilaterale Freihandelsverträge mit anderen Ländern schliessen können. Argentinien sperrt sich gegen diese Vorschläge.

Der Mercosur steckt in einer tiefen Krise. Die linke Regierung Argentiniens will die heimische Wirtschaft vor der internationalen Konkurrenz schützen, während die rechten Regierungen in Brasilien und Uruguay Handelshemmnisse abbauen wollen.

Auch im Ringen um das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union spricht der Mercosur nicht mit einer Stimme. Nach jahrelangen Verhandlungen hatten sich die Unterhändler 2019 auf das Abkommen geeinigt. Der Vertrag würde die grösste Freihandelszone der Welt mit rund 780 Millionen Menschen schaffen.

Die Ratifizierung ist allerdings ins Stocken geraten. In Europa wird unter anderem kritisiert, dass der Vertrag keine Sanktionsmechanismen beispielsweise gegen die massive Abholzung des Regenwalds im Amazonasgebiet vorsieht.

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