Schluss mit Gratis-Tischen im Flieger?

Travelnews
Travelnews

Zürich,

Recaro arbeitet an einem Konzept ohne klassischen Klapptisch im Flugzeug. Bei Billigairlines sollen Halterungen und Mini-Tische optional buchbar sein.

Der klassische Klapptisch am Flugzeugsitz könnte bei Billigfluggesellschaften künftig durch leichte Steckmodule ersetzt werden. Bild: Adobe Stock
Der klassische Klapptisch am Flugzeugsitz könnte bei Billigfluggesellschaften künftig durch leichte Steckmodule ersetzt werden. - Adobe Stock

Wer im Flugzeug sitzt, klappt früher oder später den kleinen Tisch vor sich herunter. Für den Kaffee, das Handy oder den Laptop. Doch das könnte sich künftig ändern.

Der deutsche Sitzhersteller Recaro arbeitet an einem neuen Konzept für Economy-Class-Sitze, das vor allem bei Billigairlines Interesse wecken dürfte.

Frau mit Nackenkissen
Der deutsche Sitzhersteller Recaro arbeitet an einem neuen Konzept für Economy-Class-Sitze. (Symbolbild) - depositphotos

Die Idee: Statt eines fest verbauten Klapptisches erhalten die Sitze lediglich einen schmalen Einschubschlitz, in den verschiedene Module eingesetzt werden können. Etwa ein Getränkehalter, ein Smartphone- oder Tablet-Halter oder ein kleines Tischchen, wie das Aviatik-Portal «Aerotelegraph» berichtet.

Die sogenannte «Plugin-Table-Solution» zeigte Recaro auf einer Fachmesse in Hamburg. Die präsentierten Elemente stammen aus dem 3D-Drucker und sollen vor allem eines sein: Möglichst leicht.

Reise-Newsletter abonnieren

Interessieren Sie sich mehr für Hintergrundberichte, Reisereportagen und neue Ideen für den nächsten Trip statt für Wirtschaftszahlen der Airlines und Reiseveranstalter? Wollen Sie wissen, was in der vergangenen Woche auf der ganzen Welt passiert ist?

Dann abonnieren Sie den Best-Of-Newsletter von Travelnews.ch und lassen Sie sich immer samstags die besten Storys gratis ins E-Mail-Postfach liefern.

Weniger Gewicht an Bord bedeutet geringeren Treibstoffverbrauch – und damit tiefere Kosten sowie weniger Emissionen.

Nach Angaben von André Frischknecht, bei Recaro verantwortlich für neue Technologien, könnten Airlines einzelne Module künftig als Zusatzleistungen verkaufen.

Bist du auch ein Vielflieger?

Passagiere würden dann vor dem Flug auswählen, welche Elemente sie nutzen möchten. Besonders Low-Cost-Carrier könnten darin eine neue Einnahmequelle sehen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

Noch gibt es allerdings keine Airline, die das Konzept einsetzen will. «Die Airlines haben noch Respekt davor, den Tisch wegzulassen», sagt Frischknecht. Angesichts steigender Treibstoffpreise und des zunehmenden Drucks, Gewicht einzusparen, könnte sich das jedoch ändern.

Kommentare

User #5413 (nicht angemeldet)

Wir sind voriges Jahr im Oktober mit Ryanair von Berlin nach Rhodos geflogen und da gab es diese Tische schon nicht mehr

User #2625 (nicht angemeldet)

Tja, gibt es in Zukunft dann die Waage für die Passagiere? Das wäre doch ein Anreiz für eine Diät...

Weiterlesen

Reiselust
3 Interaktionen
Reisebarometer
Mietwagen
Preishammer
Kerosinmangel
28 Interaktionen
Ferienzeit

MEHR AUS STADT ZüRICH

Stadtpolizei Zürich
1 Interaktionen
Festnahme
Bild einer Überwachungskamera
2 Interaktionen
In Zürcher Pflegeheim
Zoo Zürich Elefant
26 Interaktionen
Drama im Zoo Zürich
Claude Julien ZSC Lions
2 Interaktionen
Vertrag bis 2028